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Ausflug mit GDT Regionalgruppe VI am 10.3.2012 in den Luisenpark Mannheim

Offen für Kreativität und Spaß

Das Fotojahr 2012 begann mit einem gemeinsamen Besuch der GDT-Regionalgruppe VI zum Luisenpark in Mannheim gefolgt von einem schönen Abendessen im nahe gelegenen China-Palast-Restaurant. Aus meiner Sicht könnte dieser Auftakt ruhig zur Tradition werden.

Der Tag selbst war trübe, 10 Grad plus, was aber Reiher und Kormorane nicht im Geringsten störte.
Die Reiher sammelten eifrig Nistmaterial und transportieren es zu ihren Nestern. Gefolgt von Kormoranen, die immer auf Beobachtung waren, denn es könnte ihnen ja etwas entgehen. Hervorragende Bedingungen für Flugaufnahmen.
Die Kanadagänse waren sich über ihre Gebiets-Grenzen nicht so ganz einig, sodass so manch Klärungs-Kampf geführt wurde.
Und wenn mal nichts geboten wurde, konnte man sich immer noch gegenseitig fotografieren. Einen Eindruck von den Ergebnissen der Gruppe erhält man auf unserer Regionalgruppenseite >> www.gdt-rg6.de

An diesem Tag hatte ich mir vorgenommen, im Wesentlichen mit langen Verschlusszeiten zu arbeiten, den Blitz zu verwenden - überhaupt, zu experimentieren. Die langen Verschlusszeiten, kombiniert mit dem Blitz auf den zweiten Verschlussvorhang, ergaben manche interessante Wischerkombination, die ich gerne hier zeige. Der Kleiber kam dazwischen, aber er blieb ruhig sitzen, so waren die 1/25 kein Problem. Und da ich stark abgeblendet hatte, wurde er auch ziemlich tiefenscharf...

Parallel zu den Wischern habe ich begonnen, Doppelbelichtungen auszuprobieren - und das fand ich dann fast interessanter!
Als glücklicher Besitzer einer Nikon D300 konnte ich die Mehrfachbelichtung in der Kamera durchführen und somit die Ergebnisse auch gleich überprüfen. Die Kombination von verschiedenen, jeweils fokus-scharfen Motiven wie z.B. dem Kormoran vor "seinem" Koloniebaum fand ich interessant und anregend und habe das gleich in verschiedenen Einstellungen ausprobiert. Schwierig ist allerdings die Komposition, da die Überlagerung doch in ihrer Wirkung schwer vorherzusagen ist und das entstandene Bild eher nicht einen gefälligen Gesamteindruck ergibt. Umso besser ist es, wenn es doch zu einem akzeptablen Bild führt, wie in der Show gezeigt. Die Doppelbelichtung funktioniert auch gut mit den Märzenbechern. Diskussionswürdig ist sicher der "volle" Inhalt der Bilder, aber das ist m.E. genau das Interessante, denn es gibt dort auch auf den 2. und 3. Blick noch etwas Neues zu entdecken. Für diese Doppelbelichtungen war das trübe Wetter gerade richtig, somit ergaben sich keine großen Helligkeitsunterschiede und die automatische Belichtungskompensation der beiden Teilbilder hatte keine Probleme.

Der Besuch einer Gelbwangenschildkröte ergab die Möglichkeit, mit einer >> HDR-Aufnahme (pdf-download) den großen Kontrastumfang der Bilder der eher dunklen Schildkröte am Boden mit dem hellen, fast strukturlosen Himmel zu meistern. Und mit dem modifizierten Sigma 12-24mm konnte ich auch sehr nah an das Tier herangehen und dem Bild zusätzlich mehr Dynamik verleihen.

Ein gelungener Tag: es gab gute Bildgelegenheiten, Möglichkeiten zur Diskussion und später auch Austausch in gemütlicher Runde. Tja, wie hart doch das Leben des Naturfotografen sein kann... aber immer wieder gerne!

Über Rueckmeldungen oder Kommentare zur Technik / Komposition würde ich mich freuen.

 
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