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Rohrdommeln am Neusiedlersee - Ostern 2013

 

Rohrdommeln am Neusiedlersee
Ostern am Neusiedlersee - damit verbinde ich "traditionell" gute Chancen für Rohrdommel-Sichtungen.
Zur Info: Rohrdommeln (Botaurus stellaris) sind Vögel aus der Familie der Reiher (Ardeidae).
Und auch dieses Jahr war es wieder so. Die Rohrdommeln waren gut zu sehen und sehr kooperativ. Lediglich das Wetter war anders als bisher gewohnt. Für 2013 keine Überraschung. So hatten wir Schnee, Regen und Sonnenschein. Die Lacken waren extrem mit Wasser gefüllt.

An einer Stelle waren die Rohrdommeln relativ häufig bei der Jagd zu sehen. Dort war das Schilf geschnitten und somit fanden sie in den offenen Bereichen viel Nahrung.

Zum ersten Mal habe ich eine direkte Auseinandersetzung zwischen Rohrdommeln verfolgen können. Vermutlich handelte es sich dabei um eine Abgrenzung des zugehörigen Reviers. Denn auf dem von mir beobachteten Abschnitt hielten sich zur gleichen Zeit sichtbar bis zu 3 Rohrdommeln auf und diese hatten wohl ihre Reviere (oder Jagdgebiete?) anfänglich noch nicht festgelegt. Ich sage anfänglich, da die erste von mir beobachtete Auseinandersetzung mit Drohgebärden und einem Angriff durchgeführt wurde (siehe Bilder), ein Direkt-Kontakt fand aber nicht statt. Der unterlegene Vogel flog davon. Beim nächsten Mal reichte dann wohl schon die Drohgebärde durch Aufplustern, um den Kontrahenten zu vertreiben. Einen Kampf konnte ich leider nicht beobachten - das Erlebnis war dennoch sehr beeindruckend.

Bei den Bildern der ersten Auseinandersetzung habe ich - für mich sehr untypisch - mittels Photoshop ein paar störende dunkle Äste im Vordergrund entfernt. Die Interaktionen fanden leider, von meinem Standpunkt aus gesehen, hinter einem hässlich dunklen Geäst statt. Und ich hatte weder Zeit (noch Platz), die Position zu wechseln - insgesamt dauerte die direkte Interaktion nur wenige Sekunden.

Noch etwas zur Technik:
als vorteilhaft hat sich wiederum mein 300-800 Zoomobjektiv erwiesen:
ich konnte die Aktion lediglich zwischen 350 und 500 mm vernünftig abbilden, bei 800 mm wäre der Bildausschnitt zu eng gewesen (bei Vollformat). Und, wie erwartet, hat das von mir erstmals verwendete Burzynski-Autoscheibenstativ meine Beweglichkeit bei der Verfolgung der Aktion deutlich erhöht. Auch wenn es im Vergleich zum Auflegen eines Bohnensacks etwas länger dauert, das Stativ sauber zu montieren und auszurichten, so überwiegt doch der Vorteil in der Bedienbarkeit deutlich.

Dirk Funhoff